Reiche auf Egotrip

Der Finanzminister wirkt im aktuellen politischen Spektrum besonders unsympathisch – insbesondere wenn es um Themen wie Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit geht. Es ist bemerkenswert, wie er sich damals, noch in der Opposition, bei Markus Lanz zusammen mit Luisa Neubauer und David Hasselhoff positionierte und vorgab, für Klimaschutz und Umweltbewusstsein einzutreten. Heute, als Teil der Regierung, sprechen die Schlagzeilen jedoch eine ganz andere Sprache.

Man denke nur an andere Fälle, wie Jens Spahn und die Maskenaffäre, oder an die immer wieder aufkommenden Skandale der rechtsextremen AfD. Diese Vorfälle verdeutlichen, dass für manche Politiker der eigene Geldbeutel über allem steht. Gerade bei der AfD ist es erstaunlich, wie ihre Wähler übersehen, dass die Parteichefin ihre Karriere bei Goldman Sachs begann – einem Unternehmen, das im Zuge der Finanzkrise stark in die Kritik geriet.

Es gibt Parallelen zwischen diesem politischen Verhalten und dem Verhalten gewisser Persönlichkeiten, die nach außen hin Reichtum und Erfolg demonstrieren wollen – egal, was es kostet. Ein Beispiel ist ApoRed, der lieber den schnellen Weg wählt, indem er einen Lebensstil vorgaukelt, der auf Geld und Ruhm basiert, anstatt sich auf ehrliche Arbeit zu konzentrieren. Dass man mit Reichtum oft auch Reichweite und Einfluss generieren kann, zeigen uns Beispiele wie Prinz Markus von Anhalt, der sich seinen Titel durch Adoption und seinen Bekanntheitsgrad durch diverse Skandale erkauft hat.

Natürlich sollte man nicht alle Menschen über einen Kamm scheren, aber Untersuchungen zeigen, dass nicht jeder gut mit Geld und der damit verbundenen Aufmerksamkeit umgehen kann. Eine interessante Studie der University of California in Berkeley ergab beispielsweise, dass Fahrer teurer Autos in den USA signifikant häufiger Verkehrsregeln missachten, wie etwa Zebrastreifen oder rote Ampeln zu ignorieren. Fast 30 % der Mercedesfahrer in den USA haben schon einmal die Vorfahrt genommen – und das sind nur die, die erwischt wurden.

All diese Beispiele, ob aus der Politik oder der Welt der Influencer, führen uns zu einer wichtigen Erkenntnis: Wir sollten solchen Menschen immer mit Vorsicht begegnen und ihre Aussagen und Handlungen kritisch hinterfragen. Insbesondere bei politischen Parteien, die wirtschaftlich zu weit rechts stehen, wie wir es vermutlich 2025 im Bundestag erleben werden, ist ein kritischer Blick unerlässlich.

Zum Thema Geld und Zufriedenheit gibt es zahlreiche wissenschaftliche Studien. Eine der bekanntesten ist das Easterlin-Paradoxon (1974) (dazu gibt es auch viele neue Studien, siehe unten), das zeigt, dass steigender Wohlstand nicht automatisch zu mehr Glück führt. Eine neuere Studie von Kahneman & Deaton (2010) fand heraus, dass emotionales Wohlbefinden nur bis zu einem Einkommen von ca. 75.000 US-Dollar ansteigt – danach bleibt es konstant, egal wie viel mehr man verdient. Dies zeigt, dass der Zusammenhang zwischen Geld und Glück komplexer ist, als viele glauben.

Es ist klar, dass sowohl in der Politik als auch im persönlichen Leben Geld oft eine größere Rolle spielt, als es sollte. Doch wahres Glück und Zufriedenheit scheinen sich nicht einfach kaufen zu lassen. Seid also wachsam – im Straßenverkehr, bei der Wahl eurer Vorbilder und besonders bei politischen Entscheidungen.

Weitere Quellen:

https://caldaclinic.com/de/the-psycho… (Auch dort Quellen beachten)

https://www.faz.net/aktuell/feuilleto…

https://produkte.sueddeutsche.de/? sv1=affiliate&sv_campaign_id=313605&awc=14827_1728655465_91b2420bba686e8a71203b0d226e35a4&wt=AFP2

https://www.zeit.de/wissen/2012-05/ge… https://www.fr.de/wissen/forscher-bew…

https://www.diepresse.com/5124329/war… https://www.thunertagblatt.ch/oder-st…

(Studie zu Gehaltserhöhungen und wie nach einiger Zeit der positive Glückseffekt davon nachlässt) https://www.hbs.edu/ris/Publication%2…

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