Es gibt Geschichten, die einem den Atem rauben. Nicht, weil sie spannend sind – sondern weil sie so tief verstören. Der Fall Jeffrey Epstein, bei dem auch Donald Trump in Verbindung gebracht wird, hat weltweit für Entsetzen gesorgt. Auch hier in Deutschland hallt er nach. Doch wer glaubt, solche Abgründe seien ein rein amerikanisches Problem, der irrt gewaltig.
Denn auch in Deutschland – und besonders in den Reihen der AfD – zeigen sich immer wieder ähnliche Muster: Machtfantasien, sexualisierte Gewalt, autoritäre Ideologien. Und ja, auch pädosexuelle Tendenzen. Klingt übertrieben? Leider nicht.

Ein Beispiel, das Hoffnung macht: Jette Pönskin, eine mutige Schülerin aus Brandenburg. In einem Interview mit der taz beschreibt sie, wie es ist, in einer AfD-Hochburg aufzuwachsen – wo rechte Parolen durch Schulflure hallen und „Heil Hitler“-Grüße unter Jugendlichen wieder salonfähig werden. Jette stellt sich dem entgegen. Sie sagt: „Weil offen gegen Nazis zu sein hier schon fast als radikale Position gilt, falle ich auf.“
Was für viele selbstverständlich klingt, ist in ihrer Umgebung ein Akt der Rebellion. Ihre Haltung ist nicht nur bewundernswert – sie ist ein Weckruf.
Doch statt Unterstützung erntet Jette Häme – sogar von einem AfD-Politiker. Sascha Menkhaus, Bürgermeisterkandidat in Recklinghausen, kommentierte ein Bild der 15-Jährigen auf Facebook mit dem Begriff „Schulmatratz*in“. Eine sexualisierte Herabwürdigung eines Kindes – öffentlich, ungeniert, von einem Mann, der politische Verantwortung übernehmen will.
Und das ist kein Einzelfall. In einem weiteren Fall, dokumentiert von der taz, äußerte der AfD-Fraktionsvize aus Schwerin, Holger Arppe, in Chatnachrichten brutale Gewaltfantasien gegen Frauen und Kinder. Die Inhalte sind so verstörend, dass man sie kaum wiedergeben kann – und doch sind sie real.
Wir erleben hier eine Rückkehr zu toxischen Männlichkeit, gepaart mit autoritärem Denken und sexueller Gewaltfantasie. Das ist nicht nur peinlich – das ist gefährlich.
Und es geht weiter: Auch in den USA, im Umfeld von Donald Trump, häufen sich die Fälle. Ruben Verastigui, ein ehemaliger Mitarbeiter der Republikaner, wurde wegen Besitzes von kinderpornografischem Material zu zwölf Jahren Haft verurteilt. Matt Gaetz, Kongressabgeordneter und Trump-Unterstützer, steht im Verdacht, Sex mit Minderjährigen gehabt und dafür bezahlt zu haben.
Diese Fälle sind keine Ausrutscher. Sie sind Symptome eines Systems, das Täter schützt und Opfer verhöhnt.
Warum also unterstützen Menschen weiterhin Parteien, deren Vertreter solche Fantasien äußern? Warum wird weggesehen, wenn Kinder und Jugendliche zur Zielscheibe werden? Warum wird autoritäres Denken verharmlost – obwohl es die Grundlage für Missbrauch und Gewalt ist?
Die Ideologie der AfD basiert auf Gehorsam, Hierarchie und der Unterwerfung unter Autorität. Das schafft ein Klima, in dem Täter sich sicher fühlen. In der Macht über Schutz triumphiert. Und in dem jungen Menschen wie Jette Pönskin zur Zielscheibe werden – weil sie den Mut haben, Nein zu sagen.
Wir müssen hinschauen. Wir müssen widersprechen. Wir müssen unsere Kinder stärken – besonders unsere Jungs. Denn aus ihnen werden die Männer von morgen. Und wir entscheiden heute, ob sie zu Mitläufern oder zu Mutigen werden.
Lasst uns eine Gesellschaft bauen, in der Menschlichkeit zählt. In der Macht nicht missbraucht, sondern verantwortungsvoll gelebt wird. In der wir nicht schweigen, wenn Unrecht geschieht – sondern laut sind!
Quellen:
https://taz.de/Rechtsruck-in-der-Schule/!6106081/
https://jugendhilfeportal.de/artikel/politik-der-afd-gefaehrdet-kinderrechte





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