Es gibt Momente, da fragt man sich wirklich, ob bei uns die Bürokratie über dem nackten Überleben steht. Der Fall des Buckelwals in der Ostsee ist genau so ein Beispiel. Während ein Tier in Lebensgefahr schwebt und jede Stunde zählt, verstricken sich Behörden in Zuständigkeiten und lehnen Hilfe von jemandem ab, der genau weiß, was zu tun ist. Robert Marc Lehmann hat sich nicht erst gemeldet, als es zu spät war. Er hat bereits Tage vorher gewarnt und seine Unterstützung angeboten. Er war bereit, hatte das Team und die Technik, aber man hat ihn einfach nicht gelassen.
Es ist frustrierend zu sehen, wie ein Meeresbiologe mit dieser Reichweite und Erfahrung förmlich ausgebremst wird, während die Zeit für den Wal abläuft. Über 41.000 Menschen haben bereits eine Petition unterschrieben, weil sie genau das nicht verstehen. Es geht hier nicht um Selbstdarstellung, sondern um Kompetenz, die in einem Notfall ignoriert wurde (Auch wenn die ein oder andere Duschszene in der Insta Story, irgendwie etwas drüber war).
Wenn staatliche Stellen Hilfe von Experten ablehnen, nur weil sie vielleicht nicht ins starre Raster passen oder unbequem sind, dann läuft in unserem System etwas gewaltig schief.
Es kann nicht sein, dass man lieber zuschaut, wie ein Tier verendet, anstatt die Hand zu reichen, die Hilfe anbietet. Das ist kein Tierschutz, das ist ein Armutszeugnis für die zuständigen Behörden. Wir brauchen hier endlich mehr tuen und weniger Drama, wenn es um das Leben von Lebewesen geht.
Einfach jetzt nachgeben und zusammenarbeiten oder sollte etwa doch die eigene Sturheit wichtiger sein? Damit meine ich in erster Linie die Rettungsverantwortlichen, denn deren Verhalten wurde ja auch durch dritte, wie den Baggerführern bestätigt.





Hinterlasse einen Kommentar