Falsche Toleranz und Täterschutz

Wenn falsch verstandene Toleranz aus Übersensibilität zu Täterschutz führt, ist das falsch. Wenn ein Mangel an Sensibilität dazu führt, dass man Täter nur noch in migrantischen Milieus sieht, statt das strukturelle Problem anzugehen, ist das falsch.

Es muss doch möglich sein, Gewaltprävention ohne Angst vor Verurteilung einerseits und ohne rassistische Verschiebungen andererseits aufzubauen. Gibt es Probleme unter Männern mit Migrationsgeschichte, die eigen adressiert und bearbeitet werden müssen? Ja. Aber erzähl mir doch nicht, dass es die gleiche Form von Gewalt ist, die ein Ulmen jahrelang ausgeübt hat! Wem will Merz hier etwas vormachen?

Wenn Frauen mit Migrationsgeschichte erzählen, dass sie von Männern mit Migrationsgeschichte anders behandelt werden, weil an sie andere Erwartungen gestellt werden, ist das bspw. ein berechtigtes Thema und gehört bearbeitet. Aber ein Ulmen, der sich als seine Frau ausgibt und Deepfakes von ihr erstellt, hat genau null mit der Herkunft des Mannes zu tun.

Wann also können wir endlich das Strafmaß für Strafen anpassen, die Männer jeder Gesellschaftsschicht betreffen werden? Und wann bemühen wir uns um bedarfsgerechte Präventionsarbeit, anstelle immer mehr Stellen die Förderung zu streichen, sodass es gar nicht mehr zu leisten ist? Ach, richtig! Unter der CDU gar nicht. Dafür müssen andere Parteien gewählt werden.

(Merz bekommen wir schon irgendwie rum.
Ob danach aber progressiver Frühling oder bitterlicher Wintereinbruch folgt, wird durch die Wahl der Parteien bestimmt, die nach Merz die Regierung bilden.
Also nicht wieder vergessen haben, was gerade alles abgeht.)

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