„Der letzte Mensch räumt die Erde auf!“
Wenn ich mich nicht irre, stammt dieses Zitat aus dem Pixar Film Wall-E.
Was hat der kleine Roboter, der die Erde von Müll befreien soll, mit meiner Situation zu tun?
Nun, wer zurückbleibt, weil er den Anschluss verliert, der hat die meiste Arbeit. Der muss gucken wie er klar kommt. Der verdient nichts, der hat Pech gehabt. Der muss überleben, der interessiert nicht. Der wird den Löwen zum Fraß vorgeworfen. Der hat sich gesellschaftlich nicht genügend angestrengt, um Teil darin zu sein und muss nun mit den Konsequenzen leben.
Diese Position kann sich anfühlen wie sterben!
Die einen sind psychisch erkrankt, die anderen körperlich. Für jede Schwierigkeit, vor die uns das Leben stellt, gibt es Lösungen. Wenn man jedoch mehrere Baustellen hat, dann wird man im Stich gelassen!
Das ist zumindest die Erfahrung, die ich machen musste. Die eine Problematik blockiert die Lösung der anderen. Und umgekehrt.
Meine Psyche macht mir einen Strich durch die Rechnung, wenn ich nur noch funktioniere, um Ärzte aufzusuchen und meine Gesundheit schränkt mich darin stark ein, meinen Bedürfnissen nachzugehen, die für das Wohl der Psyche verantwortlich wären.
Meine Beeinträchtigungen werden sehr oft nicht anerkannt! Mir wird in Eigenverantwortung angeraten, für mich zu sorgen, was ich dann oft gar nicht kann. Damit wird mir suggeriert selbst Schuld an meiner Ausweglosigkeit zu haben, weil ich nicht genügend tun würde, um mich selbst zu retten.
Ich war als Kind immer die Letzte. Bekam selten Anerkennung und wurde von den Erwachsenen schlichtweg übersehen. Ein Schmerz der ewig währt. Immer steckte ich zurück. Ich sah anderen Kindern beim Leben zu und wurde oben drauf noch gehänselt…
Nun bin ich erwachsen. Alt genug, um die Wunden meiner Kindheit zu heilen.
… Aber zu krank, um mir selbst das zu geben, was ich nie hatte!
Ich sitze in einer Zwickmühle!
Ich schaue zu!
-Wie andere Hilfe bekommen, wie andere heilen, wie andere das machen, was ihnen Spaß macht…
Wie andere geliebt werden und Familie gründen.
Ich bleibe zurück… Räume die Erde auf! Höre anderen zu und bin für sie da… Muss dennoch immer wieder Unrecht über mich ergehen lassen. Oft fühle ich mich wie ein Fußabtreter, wie ein Mülleimer… Immer dann wenn Menschen meinen, mit mir könne man alles machen. Wie ein Spielball der Gefühle. Sie geben mir das Gefühl nichts Wert zu sein. Wenn man damit häufiger konfrontiert wird, glaubt man das irgendwann. Wie ein Zog, ziehen einen die Abwertungen, hinunter. Deswegen lasse ich mich so leicht provozieren… Ich weiß, dass immer noch einige ein offenes Ohr für mich haben und mir ihr Mitgefühl schenken. Dafür bin ich unendlich dankbar. Und ich werden auch nicht damit aufhören, anderen meine Zeit und Aufmerksamkeit zu schenken. Aber leider löst das in Wahrheit, oft nicht unsere Probleme. Wir fallen aus dem System. Ich bin nicht alleine, wenn ich behaupte, „Ich habe den Anschluss verpasst!“ Ja, es gibt sie, die Menschen, die man zurückgelassen hat! Ich bin einer davon. Und man geht nicht gut mit mir/ uns um! Die Welt da draußen, glaubt, wir hätten versagt. -Wir hätten selbst Schuld an unserer Lage. Manch einer nennt das sogar Karma. Ich nenne es Schicksal! …





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