Psychologen schon im Kindergarten!

Im Zuge der Recherche unseres Videos:

Gab es mal wieder ein persönliches Erlebnis, was mich zum Nachdenken brachte! Wie schon im Video angemerkt, haben mir Menschen im Hintergrund, bei Recherche und Beratung geholfen. Im näheren Umfeld dieser Kontakte, gab es da wohl auch ein Mädchen, welches eine Zeitlang mit einem älteren Herren über das Internet zusammen war, und schrieb, da kam es wohl dann auch zu einer Belästigung.

Jedenfalls wollten wir sie überzeugen, dass sie sich Therapie sucht, da kam heraus, dass sie schon mit 5 Jahren, Erlebnisse mit Missbrauch hatte. Menschen, die schon so früh etwas derartig Schlimmes erleben mussten, sind nicht nur oft traumatisiert, emotional instabil. Sie neigen auch oft dazu, sich später eher älteren, potenziellen Partnern einzulassen, weil sie diese aufgrund von Erfahrung, als eher stabil und zuverlässiger wahrnehmen. Die Gefahr, wieder zum Opfer zu werden, kann also hoch sein. Natürlich müssen wir auch betonen, dass es auch Frauen gibt, die ohne solche Hintergründe später eher auf ältere Partner stehen.

Im Endeffekt war dieses Mädchen nicht gewillt, etwas zu machen. Missbrauchsopfer fühlen sich oft wertlos und kommen schwer von alleine aus ihrer Situation heraus, daher brauchen da eine Lösung!

Missbrauchsfälle sind in Deutschland und vielen anderen Ländern weit verbreitet. In Deutschland gibt es jedes Jahr zwischen 15000 und 20000 Fälle, die Dunkelziffer ist wahrscheinlich um einiges höher! Aufgrund von Schamgefühl, Angst vor Konsequenzen, Vertrauensprobleme oder mangelnde Aufklärung trauen sich viele Opfer nicht, sich zu melden.

https://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/kinder-jugendpsychiatrie-psychosomatik-und-psychotherapie/risikofaktoren/sexueller-missbrauch/psychische-folgen/

Um diesen Problemen entgegenzuwirken, ist die Einrichtung von Psychologen in Schulen und Kindergärten. Diese Maßnahme kann helfen, Kinder und Jugendliche zu unterstützen, die Opfer von Missbrauch geworden sind oder unter anderen psychischen Belastungen leiden.

https://bildungsklick.de/schule/detail/bringt-mehr-psychologie-an-die-schulen

Wenn wir bereits in der Kindheit mit Psychologie ansetzten, kann das auch eventuell später Auswirkungen haben, auf die zu wenigen Therapieplätze im Erwachsenenbereich.

Allerdings gibt es auch einige Herausforderungen und mögliche Alternativen, die zusätzlich in Betracht gezogen werden sollten:

Es wird zwar schon viel aufgeklärt, aber gerade in Schulen und Kindergärten etc. brauch es umfassende Aufklärungskampagnen. Diese Kampagne sollte sich an Kinder, Jugendliche, Eltern und Lehrer richten und Informationen über die Anzeichen von Missbrauch, die Risiken und Präventionsmaßnahmen vermitteln.

Es wird sicherlich nicht einfach genug Psychologen zu finden, daher sollten auch Lehrer regelmäßig Schulungen erhalten, um aufmerksamer zu sein und Anzeichen von Missbrauch zu erkennen.

Vertrauenspersonen, sollte es in jeder Schule und jedem Kindergarten geben! Eine spezielle Ansprechperson, an die sich Kinder und Jugendliche wenden können, wenn sie sich bedroht fühlen oder Hilfe benötigen. Diese Person sollte über die notwendigen Kompetenzen und Ressourcen verfügen, um Betroffenen schnell und effektiv helfen zu können.

Der Kinderschutz sollte gestärkt werden, indem die Anzahl der Fachkräfte erhöht und ihre Ausbildung verbessert wird. Auch sollten die rechtlichen Rahmenbedingungen angepasst werden, um Missbrauchsfälle besser aufzuklären und zu verfolgen.

Kinder und Jugendliche sollten Zugang zu psychosozialen Maßnahmen wie Psychotherapie und Beratung haben, um ihnen bei der Verarbeitung von traumatischen Erfahrungen zu helfen.

Es gibt hier auch eine Petition vom SOS-Kinderdorf:

Ist zwar im Kontext zur Pandemie und der steigenden Anzahl an Depressionen etc. der Jugend, aber im Kern geht es da auch um mehr psychologische Angebote, für die jüngeren!

Update: Gute Nachrichten!

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