Man ist vielleicht einsam, es fehlt eine Anerkennung, Wertschätzung, ein soziales Miteinander oder Hilfe…
Weil man weiß, wie es sich anfühlt im Mangel zu leben, weil man wirklich hilflos ist, möchte man nicht, dass andere sich auch so fühlen.
Also stellt man die eigenen Bedürfnisse in den Hintergrund, ist für andere da und gibt laufend das, was einem eigentlich selbst fehlt.
Psychologen sprachen oft vom „hilflosen Helfer“. Nun, es mag Menschen geben, die wirklich versuchen, anderen andauernd zu helfen, obwohl diese da eigentlich überhaupt nicht dran interessiert sind. Einfach, weil sie sich gebraucht und kompetent fühlen möchten. Leider ist diese Haltung sehr grenzüberschreitend. Jemanden Hilfe aufzuzwingen, obwohl er diese gar nicht möchte, erdrückt und engt ein…
Man spürt förmlich diese Erwartung des Helfenden, dass man dankbar ist. Vielleicht im Umkehrschluss seine Bedürfnisse erfüllt… Und man würde sich plötzlich wirklich schuldig fühlen, würde man Grenzen setzen.
Alles eine Taktik? Wohl eher unbewusst…
Wenn man aber immerzu nur lieb ist, den anderen versteht, weil man das alles selbst schmerzlichst vermisst, ist das was völlig anders. Man überschreitet keine Grenzen anderer, sondern hat selbst plötzlich keine mehr.
Wenn man sich unsichtbar und leer fühlt und Wertlosigkeit verspürt, weil man lernen musste, selbst nicht zu zählen und nicht zu genügen, schluckt man Tatsachen hinunter, möchte aber in garkeinem Falle selbst kalt werden und opfert sich dann für andere regelrecht auf.
Es ist okay, die Prioritäten auf sich selbst zu richten, wenn man ohnehin schon an der Nahrungskette des Lebens nagt.
Du bist nicht für andere verantwortlich!
Ganz besonders dann nicht, wenn Du ohnehin selbst keine Hilfe erfährst!





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