Ich fühle mich seit dem ohnmächtig und unverstanden. Aber auch ein wenig wertlos. Wenn ich keinen Schema-Therapeuten in der Nähe finde, soll ich halt die teuren Fahrtkosten vom Land in die Stadt bezahlen. Es in Kauf nehmen für Hin- und Rückfahrt, insgesamt 2–3 Stunden mit Bus und Bahn unterwegs zu sein, nur um gerade mal eine Dreiviertelstunde reden zu können.
Ich finde unsere Ärzte und Psychologensystem menschenunwürdig. Die meisten Therapieplätze sind voll und Psychologen nicht bereit, sich untereinander auszutauschen und Patienten adäquat zu unterstützen. Wie ein Wanderpokal werde ich ohnehin von A nach B geschickt. Über fünf Jahre kämpfe ich nun um Therapie und ich bin nicht einen Schritt vorangekommen.
Hinzu kommt noch, dass das Jobcenter erst hilft, wenn ich quasi in therapeutischen Händen bin. Als ob ich dann 100 % gesund und funktionaler wäre.
Das ist lächerlich!
Lasse den Kopf nicht hängen. Ich halte mir immer vor Augen, dass ich fast abgekratzt bin…
Ich lebe bestimmt nicht weiter, um irgendwelchen Therapeuten bloß Geld für NICHTS in den Rachen zu werfen.
Ich würde gerne mal die Rollen tauschen können, dann würde mein Psychiater vielleicht zweimal überlegen, was er WIE formuliert und sagt.
Ich frage mich manchmal, ob die überhaupt eine Vorstellung davon haben, wie es ist, in dieser Welt „vergessen und verachtet“ worden zu sein.
Hilfsbedürftige Menschen macht es aus, dass sie Hilfe benötigen. Nicht, dass man ihnen das Gefühl gibt, Pech zu haben und nicht „gut genug“ zu sein.
Mal ein liebevolles, ernst gemeintes Wort, Hoffnung, Zuversicht und positive Rückmeldungen würden schon Wunder bewirken.
Wer sich in Therapie begibt, gibt heut zutage seine Menschlichkeit auf.
Es lebe die Prägung und die maschinelle Existenz!





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