Schutzstrategien können Beziehungen auf die Probe stellen!

Wenn etwas nicht so gut funktioniert, dann liegt das häufig an den Selbstschutzstrategien der Personen, die zueinander stehen.

Wie oft glauben wir, dass emotionale Übergriffe, Ungerechtigkeiten und Verletzungen bewusst geschehen.
Die Realität ist aber, dass Schutzstrategien dazu führen, dass wir uns unbewusst, besonders bei der Selbstwertregulation, erhöhen und andere subtil abwerten.

Verluste, Schmerz, Neid, Ängste, Glaubenssätze… etc. Das sind die Schattenseiten unseres Lebens.

Wir ALLE sind damit irgendwann mal konfrontiert.

Leider führen Glaubenssätze wie:

( „Ich bin nur, was wert, wenn ich leiste!“

„Ich bin etwas wert, wenn ich gut aussehe…“

„Ich bin etwas wert, wenn… “ )

… zu enormen innerlichem Druck.

Werte an irgendeine Bedingung zu knüpfen, führt zu Kompensationen und damit sind wir auch schon bei den Selbstschutzstrategien angelangt.

„Ich darf das nicht fühlen!“
„Ich darf nicht schwach sein!“
„Was sollen andere von mir denken?“
„Ich bin nicht gut genug!“

Man zieht sich eine Maske auf. Man möchte äußerliche Faktoren nutzen, um seinen Wert zu beweisen.
Manch einer prahlt.
Manch einer vergleicht sich unbewusst mit anderen und sucht die Schwächen der anderen, um nicht das Gefühl spüren zu müssen zu kurz zu kommen.

Es kommt zu Konkurrenz, es kommt zu verteidigendem Verhalten, man sucht nach Beweisen, warum man etwas mehr verdient hat, wie der andere, weswegen man irgendwo „besser“ ist…
Vielleicht kann man die Angst vor dem Alleine sein nicht wahrhaben und sucht Begründungen, weswegen das ja gar nicht sein kann.

Etwas nicht wahrhaben wollen, Schmerz und Verlusten aus dem Weg zu gehen, seinen Selbstwert zu regulieren…

All dies sind menschliche Verhaltensweisen…

Aber positiv Denken und „toxische Positivität“ sind zwei unterschiedliche Paar Schuhe…

Das eine packt die Probleme ehrlich am Schopfe und erlaubt sich die Schwäche.

Das andere schafft einen Weg zum Flüchten. Leider nur illusionär. Denn die Realität kann man nicht verleumden.

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