Ukrainekrieg: Keine Wende, aber ein Krieg, der sich sichtbar verändert

Stand: 14. August 2026 – Rückblick auf die vergangenen vier Wochen

Wer in diesen Tagen Nachrichten über den Ukrainekrieg verfolgt, bekommt zwei fast gegensätzliche Geschichten erzählt. Russland gerate wirtschaftlich und militärisch zunehmend in Schwierigkeiten, die ukrainischen Angriffe tief im russischen Hinterland zeigten Wirkung und möglicherweise beginne sich der Krieg zu drehen. Die andere lautet: Der Ukraine gingen Menschen, Flugabwehr und Zeit aus, während Russland seinen Druck aufrechterhalte und am Ende allein aufgrund seiner größeren Reserven gewinnen werde. Natürlich dazu auch noch ganz viele Nachrichten dazwischen. Hinzu kommt das sich die Berichterstattung verändert hat, weil die rechten Medien sehr stark an Reichweite gewonnen haben, trotz Falschmeldungen und Propaganda. Aber auch die öffentlich rechtlichen sind journalistisch ungenauer und träger geworden zb. in der Breite der Epstein Entwicklungen und Trump. Daher ist es wichtig, dass freie Journalisten und die ganzen Investigativ Kanäle auf Youtube und Co. dafür umso mehr ihr bestes geben um aufzuklären. In diesem Sinne hier ein 4 Wochen Rückblich zum Ukraine Krieg und beachtet dazu bitte auch die Quellen am Ende.

Es gibt derzeit keine klar erkennbare strategische Wende! Der Krieg bleibt ein Abnutzungskrieg. Allerdings haben sich innerhalb dieses Abnutzungskrieges einige Kräfteverhältnisse verändert. Russland steht wirtschaftlich und logistisch unter wachsendem Druck. Die Ukraine kann inzwischen Ziele in einer Tiefe und Stückzahl angreifen, die noch vor wenigen Jahren kaum vorstellbar gewesen wäre. Gleichzeitig besitzt Russland weiterhin erhebliche personelle und materielle Ressourcen und kann eine besonders gefährliche ukrainische Schwäche ausnutzen: den Mangel an moderner Luftverteidigung.

Die wichtigste Entwicklung der vergangenen Wochen ist vielleicht gerade das Ausbleiben des spektakulären Durchbruchs.

Russland übt weiterhin Druck auf verschiedene Abschnitte der rund 1.200 Kilometer langen Front aus, insbesondere im Osten. Gleichzeitig hat sich das Tempo der russischen Geländegewinne in diesem Jahr verlangsamt. Am 12. August erklärte Präsident Wolodymyr Selenskyj, ukrainische Truppen hätten 2026 insgesamt 745 Quadratkilometer zurückerobert. Die ukrainische Open-Source-Karte DeepState bestätigte unabhängig davon die Rückgewinnung von 19 Ortschaften und ukrainische Fortschritte in weiteren Gebieten. Russische Verbände bleiben jedoch insbesondere im Donbass offensiv aktiv.

Auch die beiden von mir ausgewerteten aktuellen Lageberichte von Torsten Heinrich zeigen dieses gemischte Bild. An einigen Abschnitten werden russische Infiltrationen beschrieben, an anderen ukrainische Gegenangriffe. Heinrich warnt selbst mehrfach davor, aus einzelnen Flaggen, Soldatengruppen oder Meldungen vorschnell die vollständige Einnahme einer Ortschaft abzuleiten.

Besonders charakteristisch ist dabei die zunehmende Infiltration kleiner Gruppen. Große mechanisierte Durchbrüche sind selten. Stattdessen versuchen Soldaten, teilweise nur in kleinen Trupps, durch Lücken vorzudringen und Versorgungslinien zu stören. Zugleich reicht die Drohnenzone inzwischen weit hinter die eigentliche Front.

Der Krieg ist heute deutlich anders und moderner, taktischer oder viel besser mit strategischer List. Es gibt keine genaue Frontlinie mehr, weil mit Hilfe von kleinen Truppen und Drohnen immer einzeln hinter die Linie gegangen wird um massiv Schaden anzurichten.

Die Behauptung, die Ukraine stehe kurz vor einem großen Durchbruch, wäre genauso unseriös wie die Behauptung, Russland rolle derzeit unaufhaltsam durch die ukrainischen Stellungen.

Deutlich dynamischer als die Bodenfront entwickelt sich der Krieg weit hinter ihr.

Die Ukraine hat ihre Angriffe auf russische Raffinerien, Treibstofflager, Logistikzentren, Eisenbahnverbindungen, Flugabwehrsysteme und militärische Infrastruktur massiv ausgeweitet. Reuters berichtete bereits im Juli über die Einrichtung eines eigenen ukrainischen Kommandos für weitreichende Angriffe. Die Strategie dahinter ist relativ klar: Russland soll nicht nur an der Front bekämpft werden. Die Kosten des Krieges sollen entlang der gesamten Versorgungskette steigen.

Dort werden unter anderem Angriffe auf mehrere russische Raffinerien, Energieanlagen und Logistikzentren beschrieben. In einem der Berichte heißt es, allein innerhalb einer Woche seien fünf Raffinerien angegriffen worden.

Interessant ist dabei weniger jeder einzelne Treffer als die Masse der Angriffe. Das Prinzip lautet zunehmend: Flugabwehr übersättigen, Reparaturen erzwingen, Reserven verteilen und Russland zwingen, wertvolle Abwehrsysteme von einem Gebiet in ein anderes zu verschieben.

Reuters berichtet inzwischen von ganz realen wirtschaftlichen Folgen. Treibstoffprobleme haben in Russland die Transportkosten erhöht. Kraftstoffpreise legten teils um 16 bis 18 Prozent zu, während Speditionen über steigende Kosten und Engpässe klagen.

Das ist noch lange kein Zusammenbruch der russischen Kriegswirtschaft. Aber es ist auch nicht mehr nur symbolischer Schaden.

Russland besitzt eine große und grundsätzlich leistungsfähige Flugabwehr. Aber Russland ist riesig. Gleichzeitig wachsen Zahl und Reichweite der ukrainischen Ziele.

Wer Moskau schützt, kann dasselbe System nicht gleichzeitig auf der Krim einsetzen. Wer eine Raffinerie schützt, schützt damit möglicherweise keinen Flughafen. Wer eine S-300- oder S-400-Stellung hundert Kilometer verlegt, hinterlässt an anderer Stelle eine Lücke.

Die Verstärkung der Flugabwehr um Moskau und St. Petersburg müsse zwangsläufig zulasten anderer Regionen gehen, während die Ukraine gleichzeitig ihre Zielauswahl ausweite.

Auch die ukrainische Fähigkeit, Drohnen inzwischen von unbemannten Booten aus zu sarten und damit russische Radare und Flugabwehr auf der Krim anzugreifen, zeigt, wie schnell sich dieser Krieg technologisch weiterentwickelt. Russland muss Prioritäten setzen.

Gleichzeitig hat die Ukraine ein gefährliches Luftverteidigungsproblem

Russland besitzt weiterhin einen erheblichen Vorteil bei ballistischen Raketen. Und genau gegen diese Waffen fehlen der Ukraine derzeit Abfangraketen.

Selenskyj erklärte Anfang August, die Verbündeten hätten der Ukraine 2026 bislang nur ungefähr ein Drittel der Menge an Flugabwehrraketen geliefert wie im Vorjahr. Besonders knapp sind PAC-3-Flugkörper für Patriot-Systeme, die für die Bekämpfung ballistischer Raketen entscheidend sind. Bei einem russischen Großangriff Anfang August konnte die ukrainische Luftverteidigung nach ukrainischen Angaben keine der 24 eingesetzten ballistischen Raketen und vier Zircon-Flugkörper abfangen.

Genau dieses Problem taucht auch in Heinrichs Lageberichten auf. Dort wird darauf hingewiesen, dass Russland die derzeitige Schwäche der ukrainischen Luftabwehr gezielt ausnutzen könnte und dafür möglicherweise sogar zuvor aufgebaute Raketen- und Drohnenbestände verwendet.

Die Ukraine kann Russland im Hinterland zunehmend empfindlich treffen. Russland kann gleichzeitig die Ukraine aus der Luft besonders empfindlich treffen.

Beide Seiten haben Fähigkeiten entwickelt, die für den Gegner äußerst unangenehm sind. Beide besitzen gleichzeitig gravierende Schwachstellen.

In den vergangenen Jahren begann Russland seine systematischen Winterangriffe meist im Herbst. Ukrainische Stellen befürchten diesmal einen früheren Beginn.

Schon jetzt ist die Belastung der Zivilbevölkerung enorm. Die UN registrierte im ersten Halbjahr 2026 1.396 getötete und 7.978 verletzte Zivilisten – 37 Prozent mehr zivile Opfer als im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres. Allein im Juni wurden mindestens 293 Menschen getötet und 1.990 verletzt. Es war der opferreichste Monat für ukrainische Zivilisten seit April 2022.

Das sollte bei allen Diskussionen über Karten, Waffen und wirtschaftliche Kennzahlen nicht aus dem Blick geraten.

Das Schwarze Meer wird wieder zum strategischen Zentrum

Russland intensiviert seine Angriffe auf ukrainische Häfen und Exportinfrastruktur rund um Odesa und inzwischen auch an der Donau. Gleichzeitig attackiert die Ukraine russische Häfen und Infrastruktur am Schwarzen Meer.

Die Konsequenzen sind erheblich. Ukrainische Getreideexporte lagen in der ersten Augusthälfte etwa 76 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Viele Reedereien meiden inzwischen ukrainische Häfen.

Ebenfalls gab es zahlreiche Angriffe auf Odesa, Schiffe und Exportinfrastruktur und weisen auf den starken Rückgang ukrainischer Agrarausfuhren hin.

Am 13. August machte Kyjiw deshalb einen begrenzten diplomatischen Vorschlag: Beide Seiten sollen Angriffe auf zivile Ziele im Schwarzen Meer einstellen. Russland erklärte zunächst, kein formelles Angebot erhalten zu haben. Es wäre ein praktischer Schritt mit möglicherweise erheblichen Folgen für die ukrainische Wirtschaft und für internationale Lebensmittelmärkte.

Russlands Staatshaushalt steht deutlich stärker unter Druck. Reuters berichtete Mitte Juli, dass das russische Haushaltsdefizit 2026 voraussichtlich höher ausfallen wird als geplant. Allein im ersten Halbjahr lag das Defizit bei 5,73 Billionen Rubel beziehungsweise rund 2,5 Prozent des BIP.

Auch die russische Zentralbank zeichnet kein Bild einer zusammenbrechenden, wohl aber einer angespannten Volkswirtschaft. Ende Juli senkte sie ihren Leitzins lediglich leicht auf immer noch außergewöhnlich hohe 14 Prozent. Gleichzeitig verwies sie auf Inflationsrisiken, schwächere Nachfrageerwartungen der Unternehmen und die Auswirkungen höherer Treibstoffpreise.

Die ukrainischen Angriffe verschärfen diese Probleme. Höhere Treibstoff- und Transportkosten schlagen inzwischen auf andere Wirtschaftsbereiche durch.

Aber hier gehört die Gegenposition unbedingt dazu: Russland förderte im Juli wieder mehr Öl als im Vormonat, und hohe Weltmarktpreise können dem Staat weiterhin erhebliche Einnahmen verschaffen. Die russischen Öl- und Gaseinnahmen dürften im Juli sogar deutlich über dem Vorjahresmonat gelegen haben, auch wenn sie über die ersten sieben Monate des Jahres insgesamt niedriger lagen als 2025.

Deshalb halte ich sowohl die Aussage „Russland steht kurz vor dem wirtschaftlichen Kollaps“ als auch „die Sanktionen und ukrainischen Angriffe bringen überhaupt nichts“ für falsch. Russland kann diesen Krieg weiterhin finanzieren. Aber es wird teurer, ineffizienter und wirtschaftlich schmerzhafter.

Das ist ein erheblicher Unterschied zu einem Kollaps.

Die ukrainische Wirtschaft liegt laut Reuters weiterhin etwa 20 Prozent unter ihrem Niveau vor dem russischen Großangriff, und die Wachstumsaussichten wurden wegen der anhaltenden Angriffe auf Infrastruktur zurückgenommen.

Dazu kommen drei strukturelle Probleme.

Erstens: Personal. Russland besitzt weiterhin einen größeren Pool potenzieller Soldaten und kann Verluste leichter ersetzen.

Zweitens: Luftverteidigung. Der derzeitige Patriot- und Abfangraketenmangel ist vermutlich die akuteste militärische Schwäche der Ukraine.

Drittens: Abhängigkeit von Partnern. Ein erheblicher Teil der ukrainischen militärischen Leistungsfähigkeit hängt weiterhin von westlicher Finanzierung, Munition, Geheimdienstinformationen und Ersatzteilen ab.

Die Ukraine besitzt dafür inzwischen Fähigkeiten, die sie 2022 nicht hatte: eine sehr leistungsfähige Drohnenindustrie, weitreichende Angriffssysteme, enorme Erfahrung bei elektronischer Kampfführung und eine immer besser integrierte Fähigkeit, russische Logistik tief hinter der Front anzugreifen.

Das gleicht die Größenunterschiede teilweise aus. Es hebt sie nicht auf.

Es gibt keinen großen russischen Zusammenbruch. Es gibt keinen ukrainischen Durchbruch, der das strategische Kräfteverhältnis plötzlich umgekehrt hätte.

Auf der anderen Seite besitzt Russland weiterhin die Möglichkeit, enorme Mengen an Drohnen, Marschflugkörpern und insbesondere ballistischen Raketen einzusetzen. Die Ukraine hat gerade bei deren Abwehr erhebliche Probleme.

Russische Geländegewinne haben sich verlangsamt. Die Ukraine hat in einigen Abschnitten Gebiete zurückgewonnen. Gleichzeitig erreicht der ukrainische Fernkampf immer tiefere und wirtschaftlich wichtigere Ziele in Russland. Russlands Logistik, Treibstoffversorgung und Haushalt geraten stärker unter Druck.

Deutschland gehört weiterhin zu den Staaten, die die Ukraine politisch, finanziell und militärisch unterstützen. Die EU hat ihre Wirtschaftssanktionen gegen Russland im Juni bis 31. Juli 2027 verlängert. Sie betreffen unter anderem Finanzen, Technologie, Energie sowie den Import russischen Rohöls auf dem Seeweg.

Und genau deshalb finde ich eine andere Debatte problematisch.

Aus Teilen der deutschen Politik, gerade aus der CDU, gibt es immer wieder Überlegungen, nach einem Waffenstillstand oder Kriegsende wieder wirtschaftliche Beziehungen mit Russland aufzunehmen. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hatte beispielsweise für eine perspektivische Rückkehr russischer Energielieferungen nach einem Waffenstillstand plädiert. Innerhalb der CDU widersprechen Politiker wie Roderich Kiesewetter dieser Position ausdrücklich.

Auch Reuters stellte im März fest, dass neben der AfD einzelne Politiker aus Union und SPD zumindest wieder über zukünftige Wirtschaftsbeziehungen mit Russland sprechen.

Dabei muss man fairerweise unterscheiden: Das ist derzeit nicht die offizielle Linie der Bundesregierung. Kanzler Friedrich Merz wirbt aktuell vielmehr um zusätzliche Gaslieferanten etwa aus Aserbaidschan, Mauretanien und Senegal und verweist ausdrücklich auf die Abkehr von russischen Lieferungen.

Trotzdem halte ich die Diskussion innerhalb der CDU für kritikwürdig.

Wer heute Sanktionen unterstützt und gleichzeitig bereits darüber spekuliert, wann russisches Öl oder Gas wieder attraktiv werden könnte, setzt ein problematisches Signal.

Man kann selbstverständlich darüber diskutieren, wie Europas Verhältnis zu Russland nach einem tatsächlichen Frieden aussehen soll. Aber ein Waffenstillstand und ein belastbarer Frieden sind nicht dasselbe. Zu früh wieder wirtschaftliche Normalität in Aussicht zu stellen, kann den politischen und wirtschaftlichen Druck schwächen, der Moskau überhaupt zu Zugeständnissen bewegen soll.

Eine Meldung, die im Ukrainekontext etwas untergegangen ist, betrifft die Deutsche Marine.

Die Bundeswehr beschafft neue Fregatten des Typs MEKO A-200 DEU. Der Haushaltsausschuss hat am 8. Juli knapp 6,3 Milliarden Euro für die ersten vier Schiffe bewilligt; insgesamt können bis zu acht beschafft werden. Das erste Schiff befindet sich bereits im Bau und soll Ende 2029 übergeben werden.

Der Hintergrund ist allerdings auch eine Beschaffungspanne: Das eigentlich geplante Projekt F126 wurde im Juni wegen erheblicher Verzögerungen, Kostensteigerungen und Projektrisiken beendet. Statt sechs F126 sollen nun bis zu acht MEKO-Fregatten kommen.

Militärisch sind diese Schiffe tatsächlich relevant. Sie erhalten unter anderem Bug- und Schleppsonar, Torpedos, einen Sea-Tiger-Hubschrauber, ein Vertical-Launch-System zur Flugabwehr und See-/Landzielflugkörper. Der Schwerpunkt liegt ausdrücklich auf U-Boot-Jagd und NATO-Landes- und Bündnisverteidigung.

Der etwas flapsige Satz „Die Bundeswehr bekommt endlich richtige Kriegsschiffe“ trifft also einen realen Punkt, ist aber natürlich zugespitzt. Deutschland besitzt bereits Kampfschiffe. Neu ist vielmehr, wie klar die Marine wieder auf einen möglichen hochintensiven Konflikt mit einem militärisch ernsthaften Gegner ausgerichtet wird.

Und dieser Gegner wird in der strategischen Planung kaum geheim gehalten: Die NATO-Abschreckung richtet sich derzeit insbesondere auf Russland.

Fazit

Nach vier Wochen voller Meldungen über Raffineriebrände, Drohnenschwärme, neue Waffen, russische Verluste und ukrainische Gegenangriffe wäre es verführerisch, daraus die nächste große Erzählung zu bauen.

Russland gewinnt diesen Krieg derzeit nicht eindeutig. Die Ukraine gewinnt ihn ebenfalls nicht.

Russland besitzt weiterhin mehr Menschen, mehr Masse und eine gefährliche Raketenüberlegenheit. Die Ukraine besitzt zunehmend die Fähigkeit, Russlands zahlenmäßige Überlegenheit durch Technologie, Präzision und Angriffe auf Logistik zu verteuern.

Russlands Wirtschaft steht unter wachsendem Druck, aber sie kollabiert nicht. Die ukrainische Wirtschaft und Gesellschaft stehen ebenfalls unter enormem Druck – und sind zusätzlich von ausländischer Unterstützung abhängig.

Deshalb entscheidet sich dieser Krieg möglicherweise weniger an der Frage, wer morgen zehn Kilometer Gelände gewinnt.

Entscheidend ist, welche Seite ihre Soldaten ersetzen kann, welche Seite ihre Industrie am Laufen hält, welche Seite genügend Drohnen und Raketen produziert, wer seine Energie- und Logistiknetze schützen kann – und welche Gesellschaft den enormen Preis dieses Krieges länger tragen kann.

Das ist weniger spektakulär als die angekündigte „Wende“.

Aber wahrscheinlich näher an der Realität.


Quellen:

https://www.reuters.com/world/europe/russia-dismisses-idea-black-sea-ceasefire-2026-08-14/

Zivile Opfer: UN Human Rights Monitoring Mission in Ukraine, aktuelle Zahlen für das erste Halbjahr 2026.

Russische Wirtschaft: Bank of Russia, Zinsentscheidung und Stellungnahme vom 24. Juli 2026; ergänzend Reuters zu Haushalt, Energieeinnahmen und Treibstoffversorgung.

Sanktionen und deutsche Energiepolitik: Rat der Europäischen Union; Tagesschau zur CDU-internen Russlanddebatte; Reuters zur deutschen Energiedebatte.

Bundeswehr/Marine: Bundeswehr zur MEKO A-200 DEU und zur Einstellung des F126-Projekts.

Ausserdem: Torsten Heinrich als Militärexperte berichtet auf seinem Youtube Kanal immer sehr im Detail über aktuelles zum Krieg.

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