Wenn Antisemitismus zum Alltag wird

In Berlin-Mitte wird eine Frau mit Glasscherben angegriffen – weil sie eine Kette mit Davidstern trägt.

Was für ein unglaubliches Maß an Enthemmung braucht es, damit Täter*innen sich zu solchen Angriffen ermutigt fühlen?

Und wie haben wir ein Maß an Abstumpfung erreicht, bei dem selbst solche Nachrichten kaum noch Aufmerksamkeit bekommen?

Es sind nicht nur Anschläge und Massaker, die dafür sorgen, dass Jüdinnen*Juden sich unsicher fühlen. Es ist auch die alltägliche Gewalt: die Bedrohungen, die Beleidigungen, die Angriffe. Und vor allem das Wissen: Diese Gesellschaft hat sich verändert.

Es darf niemals „normal“ sein, wenn Menschen angegriffen werden, weil sie als jüdisch erkennbar sind.

Es muss uns erschüttern. Es muss uns wütend machen. Und es muss uns zum Handeln bringen.

Weitere Quellen:

https://www.berlin.de/polizei/polizeimeldungen/2026/pressemitteilung.1713187.php

Die offiziellen Polizeizahlen zeigen einen sehr deutlichen Sprung:

Jahrantisemitische Straftaten
20222.641
20235.164
20246.236
20256.548

Damit wurden 2025 rund 148 Prozent mehr antisemitische Straftaten registriert als 2022. Allein von 2022 auf 2023 hat sich die Zahl nahezu verdoppelt. 2024 folgte noch einmal ein Anstieg um 20,8 Prozent, 2025 um weitere 5 Prozent.

https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1174464

Zuvor beim verrückten Mutmacher auf Instagram erschienen:

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