Schlagwort: micha
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Rolex und die Zeit

Zeit ist Geld am Handgelenk, Ihr Wert lässt sich nicht beziffern, doch sie kostet viel, wenn man bedenkt, welches Geld an manchen Armen hängt. Viele Stunden Arbeitslohn, auf dem Ziffernblatt der blanke Hohn, ist die Batterie leer, bleibt sie stehen, zeitloses Uhrwerk am Vergehen. Sekunden im Takt der Vergänglichkeit, braucht es ein Statussymbol für die…
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Umzugskartons

Flach und geknickt liegen sie, aufgestapelte Geometrie, mit dreißig Kilogramm Belastbarkeit für die Reise in eine neue Zeit. Zum Falten gemacht für mehr Volumen, denn der Inhalt zählt so ganz geschickt. Aus der Geometrie wird ein Körper geboren, als Quader oder Würfel geknickt. Ihr Fassungsvermögen ist unfassbar, ein ganzes Leben passt hinein. Bücher, Spiele und Fotodesign,…
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Geköpft für die Menschlichkeit

Weiße Rosenblätter fallen, es ist die Vergangenheit, die spricht, Geschichte wiederholt sich, doch wenn wir aufpassen, tut sie es nicht. Die Flugblätter fliegen herab, es mahnt uns in dieser Zeit, die Würde der Menschenseele, das Wort der Unmenschlichkeit. Es gibt noch immer Nazis, die Hetze gegen die Demokratie, Geschichte kann sich wiederholen, passt auf und…
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Wirbelsäulentango

In der Poesieanatomie, tanzt sie gerne mal aus der Reihe, ein guter Fortsatz ist für sie, nach der Schnauze geredet, raus ins Freie, die Dornenfortsatzfantasie. Das Steißbein hängt am Hintern fest, es fühlt sich am Arsch dem Weh, besonders wenn der kluge Geist, mal wieder auf ihn fällt. Die Halswirbel schauen sich um, die Brustwirbel…
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Der wirkliche Frieden

Manchmal liegt die Seele nur so da, die Augen geschlossen, gedanken klar, die einzige Sprache im umhüllenden Raum, der Atem der Lunge und ein stiller Traum. Nur mit Dir und Deiner Sicht, das Herz schlägt mit klopfendem Gleichgewicht, sein Schlag im Puls von Hand zu Hand, die Sinne für sich in Deinem Verstand. So liegend,…
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Besuch

Aufgestandene Übersicht, im Schornstein brannte ein helles Licht. Überzogene Wände mit Sternstaubglitzerschicht, ich traute meinen Augen nicht. Seifig schmierig an den Schornsteininnenwänden, aus leuchtend glitzernden Sternbeständen, mit Handabdrücken auf kletternde Weise, vielleicht rutschte auch etwas hindurch, ganz leise? Von der gepackten Neugier überrannt, in die Dunkelheit laufend und sichtlich gespannt, warf ich in der Nacht…



