Ich habe Jahre lang geglaubt ich wäre strunz dumm und für nichts zu gebrauchen.
Weil ich eigentlich überall, wo ich war, diskriminiert und abgewertet wurde. Ich erinnere mich daran, dass einer meiner Fotografiechefinnen sagte, man würde mir nur Trinkgeld geben, weil ich blond und blauäugig wäre. Das ich immer empathisch auf die Kunden einging, wurde rigoros ignoriert. Ich bekam ständig ihre cholerischen Wutausbrüche ab und wurde vor den Kunden erniedrigt, bis ich eines Tages weinend vorm Fotogeschäft zusammenbrach.
Im anderen Betrieb vermittelte man mir das Gefühl trottelig zu sein und zog mich für Fehler zur Verantwortung, die Kollegen machten. Da ich von Hartz 4 lebe, wurde mir das Vorurteil zum Verhängnis sozial schwach und somit dümmer zu sein. Es tat weh! Meine Ängste und Unsicherheiten wurden immer schlimmer… Dadurch machte ich dann natürlich manchmal Fehler.
Mein Leben, der Umgang mit Menschen, tat IMMER weh!
Und da sagt mein Psychologe gestern doch glatt, es läge daran, dass ich sehr intelligent wäre…
Ich würde damit eine Bedrohung für andere darstellen… Menschen würden versuchen, mich mit allen Mitteln klein zu machen, damit sie sich selbst nicht so klein fühlen müssten…
… Das muss ich erstmal verarbeiten…
Wenn man erleben muss, wie die meisten Menschen einen über Jahre lang für unfähig betiteln und abwerten, glaubt man den Schmarrn irgendwann.
Und dann sitzt man bei jemanden vom Fach, fürchtet sich davor, in all den Abwertungen der anderen, bestätigt zu werden und dann hört man das genaue Gegenteil…
Ich beteuerte, dass ich mein Wissen nie benutze, um mich in meiner Wertigkeit über andere zu stellen… Da sagte mein Psychologe folgendes drauf:
„DAS BRAUCHT ES NICHT, ES REICHT, DASS SIE EXISTIEREN!“
Weil ich, ich bin, hassen mich Menschen…?!
Wie soll man mit so einer bitteren Realität umgehen…?





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