Schlagwort: gedicht
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Frühlingsschnee

In dem Sinn der vielen Dinge, fliegen zahlen überforderte Schmetterlinge, die Falter haben sich aus ihrem Kokon gerungen, und sind dann hoch hinauf in die Atmosphäre gedrungen. Ihr Sturzflug war ein sanfter Fall, keine Spur von Überschall, sie freundeten sich mit der Schwerkraft an, Metamorphosenüberhang. So lagen sie eng mit der Erde verbunden, mit ausgebreiteten…
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Himmelweit

Am Horizont in ferner Sicht ein leichter blauer Rand, unter ihm ein roter Schimmer der die Liebe fand, die Liebe zum Morgen mit Vogelfreuden und wertvollem Gesang, die Sonne geht auf und der Tag beginnt, schon so viele Leben lang. Die Bäume in den Weiten wie spielende Schatten ein Traumtheater im Geäst, noch fehlen die…
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Zeit zu Zeit

Liegend lebend im Laufstall der Welt, drehend abstützender kleiner Held, krabbelnd erforschend auf allen Vieren, an hochziehenden Kanten die Welt kapieren. Schritt für Schritt und Bein vor Bein, erste Worte fallend ein, vom kaum verstandenen zum Wortduell, die Höhen der Tiefe sind sensationell. Der Blick nach oben war schon immer das Ziel, zu kletternde Stufen…
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Der Rausch der Totenwelt

Gestern Abend versteckte ich mich in der Dunkelheit, die schattenklare Nacht umhüllte mich, leise wartend eingefroren in der Zeit, die Gedanken waren ein eiskaltes Zittergedicht. Verkleidet im Mondlicht um nicht aufzufallen, meine Wege verwaschen vom Regen, mit geschlossenen Augen ließ ich mich fallen, um den Verstorbenen zu lauschen die sich in dieser Nacht auf der…
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Drachenuniversum

Durch die Ekliptik zieht ihr eure Bahnen, im Hintergrund der Sterne liegt eure Position, in der Dämmerung leuchtet euer Feuer aus der Ferne, euer Schweif ist der Schatten der Erdrotation. Die Zeitintervalle der Drachenpunkte, ein Flug großer Schwingen im Finsternisjahr, bei Vollmond hört man die Wölfe singen, im Herbstlaub klingen ihre Schritte so na. Gerissenes…
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Sinnesorgane des Krieges

Unantastbar doch voller Gefühl, liegt die Würde im Hassgewühl, nicht mehr wertvoller als ein Stein, im Krieg verliert das Leben ein Bein. So hinkt es zu der Hoffnung, durch das Minenfeld der Zeit, die Augen sahen die Minen nicht, das Leben verlor so sein Gesicht. Verstümmelt roch die Welt verbrannt, das Piepen im Ohr nicht…



