Schlagwort: Kunst
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Popcorn im Saal

Da lag es dort, so mir egal, am Rande der Reihe mit der Nummer zehn. Der Film war zu Ende und alle wollten gehen, niemand hat auch nur einen Augenblick hingesehen. Es war ein ganz großes Kino, in dem es geschah, entsprungen aus Mais im Glasaltar, geschützt durch Scheiben, durch die alle schauten, am Anfang…
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Federn aus Eis

Der Flug der Schönheit sanft im Wind, fallen gelassene Traumpiraten, zum Entern bereit geschwungen geschwind, so lautlos tanzend, wie die Gedanken sind. Ihre Kälte wärmt die Herzen, die Ansicht wird mit Frieden zugedeckt, eine weiße Landschaft verschlafen versteckt, im Fenster spiegeln sich flackernde Kerzen. Lachende Augen im Augenblick, der Schnee bringt Kinderherzen zurück, vom Himmel…
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In Anlehnung an den Film „FRIDA“

Eine im Film so leidenschaftlich porträtierte, ausdrucksstarke, ehrliche Frau, von der ich noch nie zuvor etwas hörte. Eine Künstlerin, die dem Surrealismus verfallen war. Wenn Verbitterung das Herz verschließt, wenn Leidenschaft die Bindung stört. Wenn Seitensprünge nichts bedeuten, weil niemand weiß, was Liebe ist, während man bereits liebt. Ein Leben auf der Flucht. Flucht vor…
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Sapere aude

Begriffen durch Wahrnehmung, zwischen Sturm und Drang, des Naturgenies Vernunft, wie der Herbstwind bei Regen klang. Konflikte durch Freiheitsstreben, das Herz berührt vom schlagenden Beben, pulsierende Adern im Wortvorhang, die Schranken der Weltordnung als Untergang. Wage es, weise zu sein in der Zeit, bediene dich deines eigenen Verstandes, Aufrührer der Menschlichkeit, handeln statt warten, denn…
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Ein stummes Wort

Es geistert durch den Kopf, es schleicht durch die Ströme der Gedanken, versunken im Seelengarten. So suchend nach Ruhe in den Blüten des inneren Frühlings, feststellend, dass der Herbst schon über sie kam, über die bunten Blüten ihrer duftenden Köpfe, auf denen die Bienen fleißig waren. Ihr Summen ist immer noch im Echo des Herzschlags,…
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Tiefe Gläser

am Rand des Glases hing der Schaum, er warf kleine Blasen im knisternden Blick, unter ihm sprudelte ein besoffener Traum, er brach dem Verstand das Genick. Keine Zweifel, dass die Tiefe gefüllt war, mit einem herben Geschmack vom vernebelten Geist, bis zum Boden waren es große Schlücke, nach vielen Schlücken ist der Kopf verreist. Prozente…



