Schlagwort: lyrik
-
Seelenmuskel

Du bist der Platz in meiner Mitte, mal stark und mal ganz klein, mal hältst Du durch und mal sagst Du bitte, ein Dank ist einfacher als ein Nein. Hältst meine Nerven im Gleichgewicht, bist mein Lächeln im Gesicht, hilfst mir aufrecht in die Ferne zu sehen, hilfst mir mein Herz zu verstehen. Du bist…
-
Abendgedanken

Wenn ich abends schlafen gehe,und der Tag, er zieht vorüber,freue ich mich übers schöneund summe leise Lebenslieder. Doch auch die Trauer kommt dann vor,ob dessen, was mir nicht gelangund manchmal fasst auch Furcht mein Herzund mir wird dann die Seele bang. Wenn Schafe zählen sinnlos istund die Zäune zu viel Stacheldraht halten,dann such das Schlupfloch,…
-
Achtsamkeit

Traurigkeit erfasst mein Herzich spüre tiefen Seelenschmerzwill dieser Stimmung gern entfliehen,doch die Gedanken mich heut runterziehenManchmal ist die Welt nicht buntund es läuft nicht alles rundDoch ich such’ die kleinen Dingedass mir Dankbarkeit gelinge. So ringe ich mit Zweifeln der Erde,welche mich doch auch gerne auf sich hältund wenn ich doch herunterfallen werde,da gibt es…
-
Scheinbar

Es ist scheinbar der Augenblick,der tanzend auffordernd mich anblickt,mir zuwinkt und meine Seele an nickt,wie ein Gruß von vorbeigehenden Momenten.Scheinbar erzwinge ich mir nicht die Worte,sie tanzen mit dem Augenblick hinaus,doch hoffe ich auf Berührtheit,auf ein klein wenig Applaus. Scheinbar offensichtlich offenbarend,im Gedankenrausch meiner Zeit,trage ich als eigentlich ungeschickter Tänzer,ein mir selbst genähtes Kleid.Scheinbar unscheinbar…
-
Messerwerfer

Gefesselt am Rad des Lebens,drehend, dem Schwindel nicht fern,den puren Wahnsinn findend,mit geöffneten Armen zum Herrn.In der Tiefe schlummert der Teufel,er ist wach und tanzt im Kreis,seine Gier nach bösen Taten,hungrig wie Feuer nach Blut und Schweiß.Alles dreht sich im Leben,geworfene Klingen mit Schliff,hängen am Rand der Seele,keine Hand hält ihren Griff. Schweigend vor Angst…
-
Wachgeküsst

Am Rande der Zeit steigt die Sonne in Dein Ich,noch liegst Du mit Dir im Schlaf allein,die Schatten der Dornen an der Wand im Licht,Ihre Schönheit schweigt sich in Dich hinein. Durch einen Spalt dringen Strahlen voller Wärme,sie legen sich auf die Lippen sanft und voller Ruh,die Dunkelheit rückt in die Ferne,Du bist wach, doch…



