Schlagwort: lyrik
-
Popcorn im Saal

Da lag es dort, so mir egal, am Rande der Reihe mit der Nummer zehn. Der Film war zu Ende und alle wollten gehen, niemand hat auch nur einen Augenblick hingesehen. Es war ein ganz großes Kino, in dem es geschah, entsprungen aus Mais im Glasaltar, geschützt durch Scheiben, durch die alle schauten, am Anfang…
-
Federn aus Eis

Der Flug der Schönheit sanft im Wind, fallen gelassene Traumpiraten, zum Entern bereit geschwungen geschwind, so lautlos tanzend, wie die Gedanken sind. Ihre Kälte wärmt die Herzen, die Ansicht wird mit Frieden zugedeckt, eine weiße Landschaft verschlafen versteckt, im Fenster spiegeln sich flackernde Kerzen. Lachende Augen im Augenblick, der Schnee bringt Kinderherzen zurück, vom Himmel…
-
Sapere aude

Begriffen durch Wahrnehmung, zwischen Sturm und Drang, des Naturgenies Vernunft, wie der Herbstwind bei Regen klang. Konflikte durch Freiheitsstreben, das Herz berührt vom schlagenden Beben, pulsierende Adern im Wortvorhang, die Schranken der Weltordnung als Untergang. Wage es, weise zu sein in der Zeit, bediene dich deines eigenen Verstandes, Aufrührer der Menschlichkeit, handeln statt warten, denn…
-
Solala im Zwischenjahr

Vor mir steht mein Kaffee klar, im Solala vom Zwischenjahr, ich bin wach und nicht grad neu geboren, habe mich mit Aufwachgedanken im Sessel verloren. Er floss schwarz aus der Kaffeemaschine, ich gab ihm ein Löffel Süßes zum Abrunden, im süßen Geschmack habe ich mich wieder gefunden, ein Hauch Milch für die blonde Zwischenzeit. Weit…
-
Beim Träumen

Beim Träumen, von Afrikas Bäumen, so grün und satt, da bin ich ertappt. Realitätsverdruss, Gewitterkuss, Schuss um Schuss, kein Waffenladenschluss! Beim Träumen, lebt die Hoffnung, und ber der, da ist die Tür offen. Liebestür, dort gibt´s Frieden! Siehst du sie? Kinder, die mit dem Wind ziehen! Dies statt Leichen! Messer, die stumpf bleiben, kein Gas…
-
Silvesterkuvertüre

Sinnlich geschmolzene Sehnsucht, im süßen Traum der Zeit, so kleckerst du mit Liebe, auf die Herzen der Weihnachtszeit. Das Gebäck im ausgestochenen Teig, Fantasie im vorgeheizten Sinn, mit Umluft verwirbelte Wärme, der knusprige Duft der gebackenen Sterne. Wie gerne verliebt sich die Versuchung, verführt von dem Zauber des Moments. Aschgraue Abendstunden im Kerzenschein, verführerische Umarmung…



