Autor: michimarf
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Pageturner

Aufgeschlagen und tief versunken,im Fluss der Seiten fast ertrunken,eingetaucht in die Buchstabenwelt,Satz für Satz, die Spannung zählt.Wer ist der Mörder und wo ist die Braut,der eigene Geist schwebt in den Zeilen,auf die Liebe wurde vertraut,in der Fantasie kann man verweilen.Ich lese Dich und schweige meine Runden,wortakrobatisch und gebunden,der Schriftsteller ist der Held,im freien Fall schwerelos…
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Der Liebesbrief im Nähkästchen

Pssst….. Ich habe ein Geheimnis verwahrt,es liegt im Nähkästchen ganz privat,es darf keiner wissen, denn es ist geheim,drum lasse ich es lieber sein.Erzähle es nur mir, ich sage es keinem weiter,plauderte die Freundin neugierig heiter,welches Geheimnis im Nähkästchen liegt,aber so das es kein anderer mitkriegt.Pssst… Nicht so laut, ich erzähle es ja schon,der König geht…
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Sternenpark

Die Bäume tragen wenig Früchte,die Blumen blühen nur halb so schön,wenn die dunkle Nacht an Dunkelheit verliert,sind Insekten vom künstlichen Licht irritiert.Sie lassen sich vom Mond und den Sternen leiten,doch künstliche Lichtquellen die sich ausbreiten,lenken das kleine doch wichtige Leben nicht,sie sterben vor Erschöpfung im Licht.Ihr Mond sind jetzt unsere Lampen,so kreisen sie um sie…
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Splitter des Waldes

Eingeknickt im Sturm der Zeit,kein Wasser stand für Dich bereit,vertrocknet und aufgefressen,die Luft ist am Verpesten.Vom Blitz getroffen und verbrannt,gerodet und nicht einmal erkannt,dass man Geld nicht atmen kann,sterbend stehst Du da.Verwurzelt mit der Welt,doch, wenn sie Dich nicht hält,wird auch Deine Seele sterben,was werden die Menschen und Tiere erben?Nur noch Splitter, die in den…
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Zeitzombie

Du schleichst stöhnend hinter mir, Dein gefräßiger Trieb ist voller Gier, nach meinem Leben, doch das will ich Dir nicht geben.Ziehst eine Spur von Verfall,bist immer hinter mir und überall, Dein Gestank entzieht mir die Luft, Du als Räuber aus der Gruft. Ich renne, weil ich Dich kenne,ich weiche Dir aus so gut ich kann,…
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Schwarzes Blut

Tief unten in der Finsternis zwischen gigantischen Bäumen,liegen die Schreie der vergessenen Seelen ,fauliger Geruch aus verwesenden Träumen,der willenlosen Wandler, die vom Tod erzählen.Das schwarze Blut es rinnt aus den Augen,keine Hoffnung im Dämmergrau,das Stöhnen der Leere verschlingt jeden Glauben,im Schweif des Nebels stellt sich das Leichengift zur Schau.So schleiche ich geknickt, mit schmerzendem Gebein,meine…



